Yamaha ERG 121 U

Vor kurzem bekam ich die Gelegenheit, eine ‘Yamaha ERG 121 U’ anzuspielen. Sofort kamen bei mir nostalgische Gefühle auf, denn während meiner Jugendjahre habe ich lange auf dem Vorgängermodell ‘Yamaha RGX 121′ gespielt und sogar mit ihr und meiner Band ein Metal-Demo aufgenommen.

Beim Spielen der ‘Yamaha ERG 121 U’ fiel mir wieder ein, warum ich mich nie von ihr trennen wollte. Wie beim Vorgängermodell fällt auch hier die gute Bespielbarkeit auf. Der geschraubte Hals besteht aus Ahorn und das Griffbrett aus Sonokeling, was zwar nicht so edel ist wie Palisander, aber hart und langlebig. Beim Greifen bietet es den Saiten guten Widerstand.

Die Yamaha verfügt über 22 gut bespielbare Bünde, ideal für Power-Chord-Geschruppe. Die Mechanik ist auch einwandfrei, nichts wackelt oder gibt freiwillig nach.

Der im typischen 121er-Stil in schwarz gehaltene Agathis-Korpus liefert einen guten, aber in den Höhen nicht immer superb definierten Grundklang ab. Die mittleren Bässe kommen aber sehr akzeptabel rüber. Anscheinend passen die Tonabnehmer ins Konzept, der Klang wirkt stimmig.

Sie ist mit einem Füffachschalter ausgestattet, mit dem man 2 Humbucker und 1 Single-Coil ansteuern kann, wodurch man eine breite Soundpalette erhält. Die beiden Potis regeln Volume und Tone.

Die Gitarre hat auch einen Vibrato-Hebel. Er ist gängig und bereichert das Klangspektrum erwartungsgerecht, bei mehrmaligem Einsatz leidet die Stimmstabilität allerdings etwas.

zum Sound:

Der Bridge-Humbucker (unterste Schalterstellung) klingt druckvoll und nicht hohl. Gerade im Punk- und Metalmilieu dürfte dieser Sound punkten.

Der Neck-Humbucker (oberste Schalterstellung) ist ehrlich gesagt ein kleiner Wehmutstropfen: Der Klang wirkt etwas matschig.

Der in der Mitte angebrachte Single-Coil (mittlere Schalterstellung) macht einen guten Sound, trocken und definiert, wie es sich für Single-Coils gehört.

Fazit:

Die Gitarre ist zweifellos gut verarbeitet. Optisch passt sie auf jeden Fall in das Rock- und Metal-Genre. Der Sound ist (abgesehen vom etwas schwammigen Neck-Pickup) super. Die Tonabnehmer sind auf jeden Fall, betrachtet man die Preisklasse, in Ordnung.

Man kann hier nicht viel falsch machen, denn so viel Gitarre bekommt man selten für so wenig Geld. Das Preis/Leistungs-Verhältnis ist unschlagbar. Gerade für Einsteiger und Fans der härteren Gangart ist die Yamaha mit Sicherheit ein guter Kauf.

Übersicht:
Korpus: Agathis
Hals: Ahorn, geschraubt
Griffbrett: Sonokeling, 350mm (13.75′) radius
Bünde: 22
Mensur: 648mm (25.5′)
Pickups: 2 x Humbucker, 1 x Single Coil
Schalter: 5-fach
Potis: Volume, Tone
Brücke: Vibrato-System

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2 Responses to Yamaha ERG 121 U

  1. Hello. fantastic job. I did not anticipate this. This is a impressive story. Thanks!

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