Gitarren-Zubehör

Das richtige Zubehör erleichtert die Bespielbarkeit, verlängert die Lebensdauer der Gitarre und ihrer Bestandteile und erhält den Wert. Falsches oder kein Zubehör hat schon oft zu Materialschäden geführt, egal ob Aufbewahrung, Pflege oder Transport.

Was das Spielen der Gitarre an sich betrifft, so braucht man in der Regel einige Zeit, um beispielsweise die richtigen Saiten oder das richtige Plektrum zu finden. Hat man mehrere Gitarren, so hat man auch eine gewisse Zeit des Experimentierens hinter sich.

 

Pflegeprodukte

Die richtige Pflege verlängert die Lebensdauer des Korpus,  des Griffbretts und der Saiten (siehe auch Rubrik “Grundlagen/Saiten“). Der Lack des Korpus wird mit der Zeit neben mechanischen Einflüssen durch Handschweiss und andere Verschmutzungen angegriffen. Es lohnt sich deshalb, ihn ab und an abzuwischen, am besten mit einem weichen fusselfreien Poliertuch, wie zum Beispiel dem “Framus Gitarren-PoliertuchGitarrenzubehör“. Jeder kennt wohl die Ablagerungen, die sich nach einiger Zeit auf dem Griffbrett bilden. Sie sehen nicht nur unfein aus, sondern lassen die Saiten stärker oxidieren und greifen das Griffbrett (vor allem in Kompination mit Fingerschweiß) an. Es ist besser, die Saiten und das Griffbrett nach jedem stärkeren Gebrauch mal kurz abzuwischen als nach einiger Zeit gezwungen zu sein, eine mühselige Säuberungsaktion durchzuführen. Aber wer tut das schon immer?

Tücher

Um einige Pflegeprodukte kommt man also nicht herum. Für das Abwischen der Saiten haben sich besonders Silberputztücher oder spezielle Reinigungstücher für Gitarren bewährt. Fusselfrei und robust müssen sie sein, denn sie müssen gelegentlich gewaschen werden, damit der oxidierende Abrieb aus ihnen verschwindet und sich nicht wieder besonders in den bewickelten Saiten festsetzt.

Am besten hebt man die Saiten im entspannten Zustand aus dem Sattel und reinigt sie dann in voller Länge, aber da man wirklich nicht immer den Nerv zu dieser Aktion hat, kann man die Saiten auch im gestimmten Zustand reinigen (natürlich ohne sie aus den Sattelkerben zu heben). Alternativ kann man auch einen speziellen cleaner verwenden, besonders dann, wenn man die Saitenpflege etwas vernachlässigt hat. Ich verwende gerne den “GHS fast fretGitarrenzubehör-String Cleaner”.

Öle

Die Reinigung des Griffbretts gestaltet sich je nach Beschaffenheit unterschiedlich aufwendig. Ein Ahorn-Griffbrett, im Klarlack überlackiert wie zum Beispiel bei einer Fender Stratocaster macht es einem nicht schwer. Lemonoil oder Politur drauf, drüberwischen, das wars. Bei Ebenholz- oder Palisandergriffbrettern sitzt der Schmutz aufgrund der offenen Poeren dieses Holzes natürlich fester. Mit Griffbrett-Ölen, etwa dem Lemon Oil “Dunlop Fretboard 65Griffbrett“, oder “D´Andrea Lemon Oil” habe ich gute Erfahrungen gemacht. Öle bitte sparsam einsetzen, sonst wird es zu rutschig und eventuell auch batzig.

Für das Reinigen der Bundstäbchen genügt eine einfache Edelstahl-Politur. Man kann auch Polierwatte dazu verwenden oder ganz feine Stahlwolle oder Politur mit Silberputztuch. Es empfiehlt sich, das Holz vorher abzukleben.

 

Aufbewahrung

Die richtige Aufbewahrung der Gitarre kann einem viel Frust ersparen. Sie hassen Hitze und schnell wechselnde Umgebungstemperaturen, Sonneneinstrahlung, Feuchte, fremde elektromagnetische Felder und sie mögen es auch nicht, “an die Wand” gestellt zu werden.

Gitarrenständer

Nein, man sollte eine Gitarre nicht einfach so an die Wand anlehnen, ein Fehler, der sehr oft gemacht und bereut wird, denn Sie fällt dann gerne mal um. Gitarrenständer können das verhindern. Sie präsentieren die Gitarre nicht nur optisch besser, sondern geben auch weit mehr Sicherheit.

Es gibt verschiedene Grundmodelle: Wandhalter, die gabelförmig ausgelegt sind und in die die Kopfplatte der Gitarre eingehängt wird, einfache Gitarrenständer, Gitarrenständer mit zusätzlicher Halterung für den Hals, Multi-Gitarrenständer und Sonderanfertigungen. Nicht alle Gitarrenständer eignen sich für Gitarren mit Nitrolack. Dies wird bei seriösen Verkäufern aber immer angegeben. Verschiedene Gitarrenständer gibt es hier: GitarrenständerGitarrenständer

 

Gitarrenständer

A-frame Gitarrenständer

Gitarrenstativ

Gitarrenstativ mit Haltebügel für Hals

 

 

 

 

 

 

Transport

Ein gesicherter Transport ist nur in einem richtigen Koffer möglich, der ais einem entsprechend widerstandsfähigem Material bestehen muss. Von weichen “Gig-Bags” halte ich nicht viel. Zum einen sind die Tage schon lange gezählt, an dene ich mit Gitarre auf dem Rücker zur Musikschule geradelt bin, zum anderen geben sie einfach nicht ausreichend Schutz im automobilen Zeitalter.

Gitarrenkoffer

Gitarrenkoffer bieten dem Instrument Schutz beim Transport und erhöhen den Komfort für den Gitarristen auf dem Weg von A nach B. Je stabiler das Material, desto besser. Will man einen lebenslangen Begleiter, so ist es meist besser, etwas Geld zu investieren.

Verschiedene Kriterien sollten bei der Auwahl bedacht werden. Die Festigkeit, das Gewicht, etwaige Fächer, die Polsterung des Koffers und wie stabil das Instrument in diesem liegt. Am besten sind natürlich maßgeschneiderte Koffer, wie sie für beispielsweise LesPauls serienmäßig gefertigt werden. Auch für viele andere Modelle gibt es passend designte Koffer. Je passgenauer der Sitz des Instrumentes im Koffer, desto besser, gerade wenn man es zu Proben oder Auftritten im Auto oder Bus viel herumkutschiert.

Gitarrenkoffer

Idealfall: Gitarre in speziellem Koffer

Stratocaster

Gitarre sitzt locker aber wenigstens geschützt

 

 

 

 

 

 

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