Electro Harmonix Small Clone


Nein, klein ist er nicht, das “Electro-Harmonix Small Clone”. Es misst 13×8,5×5,5 cm. Auf den ersten Blick erscheinen auch die Möglichkeiten klein, es hat ja nur einen Drehregler für “Rate” und einen Schalter für “Depth”. Kann das wirklich ausreichen? Kurt Cobain hat es ja in “Come As You Are” vorgemacht, aber ist die Bandbreite an Sounds weit genug? Gehen wir mal ins Detail…

Sound:
Die Soundpalette überrascht schon beim ersten Drehen am Rate-Knopf. Von einem kaum merklichen Chorus-Schimmer bis hin zu krassem tropfnassen Ultra-Gewimmer deckt dieses Effektgerät alles ab. So hab ich das noch bei keinem anderen Chorus-Pedal erlebt.

Ganz leicht tritt der Chorus-Effekt bei unterer Schalterstellung des “Depth”-Reglers ein. Der Small Clone gibt dem Sound ein ganz dezentes, angenehmes Flimmern mit. In dieser Schalterstellung lässt sich der Sound sehr präzise anpassen, und auch bei höherer Rate bleibt der Chorus-Klang mitschwingend eher im Hintergrund.

Anders bei oberer Schalterstellung. Hier tritt der Chorus-Effekt in den Vordergrund, wobei der aber klar regelbar bleibt. Das Original-Signal der Gitarre wird dabei klanglich nicht verfälscht. Der Sound wird satt und voll und trotz seiner klangerhaltenden Eigenschaften irgendwie einzigartig. 

Handling
Der “Depth”-Schalter ist leichgängig und sauber verarbeitet. Der “Rate”-Drehregler bietet meiner Meinung nach genau den richtigen Widerstand beim Drehen, er bleibt beim Loslassen brav auf seiner Position und nichts wackelt. Vom Gewicht her ist der “Electro Harmonix Small Clone” leichter als seine Größe vermuten lässt. Das Gehäuse ist auch in punkto Stabilität über jeden Zweifel erhaben.

Was der Small Clone leider nicht bietet, ist ein standardisierter 9V-Eingang, was ein kleines Manko für die Pedalboardbetreiber darstellt, die einen Trafo für ihre Effektgeräte benutzen. Wenn man die Stromversorgung trotzdem extern betreiben will, braucht man ein “9 DC-100″-Netzteil. Zum Glück ist der Small Clone kein Batteriefresser, so dass man ihn beruhigt per 9V-Block betreiben kann. Das Batteriefach ist an der Unterseite angebracht und leicht zu öffnen (per Schraubenzieher). Dieser kleine Mehraufwand ist aber beim Soundbasteln mit dem Effektgerät schnell wieder vergessen.

Das Pedal ist auch nicht wählerisch, was verschiedene Gitarren oder Amps betrifft. Ich habe es per Röhren- und Transistoramp gestestet, mit einer Single-Coil (Fender Stratocaster) und einer Humbucker-tragenden Gitarre (Fernandes Ravelle Deluxe, aktive Tonabnehmer) und immer hat das Pedal brav seinen Dienst getan und alle Varianten gleich gut im Sound bereichert.

Zu guter Letzt sei noch erwähnt, dass das Pedal einen True-Bypass bietet und kein Summen und Brummen im inaktiven Zustand erzeugt.

Fazit
Das “Electro Harmonix Small Clone” ist ein Pedal, das ich jederzeit guten Gewissens empfehlen kann. Es ist sowohl preislich als auch qualitativ in Ordnung. Die Regelung des Pedals ist sehr einfach gehalten und kommt einem Bühneneinsatz entgegen. Von der Größe her ist es etwas übertrieben, aber das ist nur ein minimaler Nachteil verglichen mit dem, was es bietet.

Videodemo
Zu diesem Effektgerät habe ich ein Videodemo gemacht, das auch in der Rubrik “Effektgeräte” unter Chorus zu sehen ist.


http://www.youtube.com/watch?v=tuojfLHgk-I

Viel Spaß!

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4 Responses to Electro Harmonix Small Clone

  1. Auth says:

    spielt einer von euch gitarre? mir ist nicht so ganz klar wie er bei den obreen stegen greifen kann und sich die tonhf6he nicht anpasst. oder hab ich da was fcberhf6rt?

  2. Hans167 says:

    so richtig neu ist das pedal jetzt aber nicht, oder? aber gute review.

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