Effektgeräte

Effektgeräte, auch liebevoll “Tretminen”, “Bodentreter”, oder auf Englisch “Stompboxes” genannt sind sehr beliebt und geben Gitarristen und Bassisten viele Möglichkeiten, einen interessanten Sound zu basteln oder seinem Spiel eine individuelle Note zu verleihen. Je mehr Effekte zur Verfügung stehen, umso vielfältiger sind natürlich die Möglichkeiten. Zu beachten ist aber, dass je weniger Effektgeräte man benutzt, der Charakter des einzelnen Effekts deutlicher hörbar ist oder eine falsche Anordnung von Effekten den Sound “zermatscht”. Um die richtige Reihenfolge der Effektgeräte geht es im Bereich “Effektkette“.

Arten von Effektgeräten

Grudsätzlich werden fünf Arten von Effektgeräten unterschieden:

  1. Pegelorientierte oder Dynamische Effektgeräte: Der Pegel wird als Steuersignal genutzt. Die bekanntesten Effektgeräte sind Noise Gate, Kompressor, Limiter, Booster aber auch Slow Gear, Tremolo und Slicer gehören zu dieser Kategorie.
  2. Verzerrer: Das Audiosignal oder Anteile davon wird nichtlinear verzerrt und gezielt übersteuert und so durch das Hinzufügen von Obertönen verändert. Dieser Klang ist typisch für den Rockgitarren-Sound. Die beliebtesten Effekte sind Distortion, Overdrive und Fuzz.
  3. Spektralmodifizierer und Filtereffekte: Hier wird der Frequenzbereich beeinflusst. Dies geschieht entweder durch Filter wie bei Equalizer und WahWah, oder durch verschiedene andere Modifizierungen wie bei den Effektgeräten Pitch Shifter, Phaser, Ring-Modulator, Vocoder oder Harmonizer.
  4. Zeitverzögernde Effektgeräte: Das Signal wird gedoppelt und das gedoppelte Signal dann mit dem Originalsignal gemischt. Viele der bekannten Effektgeräte beruhen auf diesem Grundprinzip, so etwa Chorus, Flanger, Reverb (Hall), Vibrato und Delay / Echo.
  5. Sampler/Looper: Hier wird das Signal während des Einspielens gespeichert und zeitverzögert wiedergegeben. Am bekanntesten sind sog. Looper, mit denen die gespeicherten Signale gleichzeitig abgespielt und neue Samples dazu gemischt werden können.

Kompressor

Kompressoren gehören zu der Kategorie der Dynamischen Effektprozessoren. Der dynamische Umfang des Signals wird eingeschränkt, also leise angeschlagene Töne werden in der Lautsärke angehoben und laute Töne reduziert. Der Sound wird somit verdichtet. Technisch wird das anhand einer einstellbaren Hüllkurve realisiert, über die der Pegel des eingehenden Signals läuft. So wird eine Steuerspannung abgeleitet, die dann über einen VCA (voltage controlled amplifier / spannungsgesteuerter Verstärker) geht, der die Pegel umso mehr reduziert oder anhebt, je stärker oder schwächer der Einganspegel ist.

So kann der Kompressor auch als Sustainer (Sustain = das Nachklingen eines angeschlagenen Tons) verwendet werden. Besonders verzerrte Sounds klingen lange nach und Cleansounds erhalten einen glasklaren Klang.
Auch können viele Kompressoren als Pseudo-Limiter (ab einem Ratio von etwa 10:1) eingesetzt werden.

Häufige Einstellmöglichkeiten sind: Level, Attack (Zeit bis zum Einsetzen des Kompressors), Release (Dauer des Effekts), Sustain (Halten der Töne).


Limiter

Ebenfalls ein dynamisches Effektgerät, denn der Limiter funktioniert ähnlich wie ein Kompressor. Der Limiter regelt den Ausgangspegel des Signals auf einen einstellbaren Schwellenwert (Threshold) herunter. Das Ratio ist hierbei unendlich zu 1. Wie auch beim Kompressor wird eine Hüllkurve angelegt, die den regelnden VCA steuert, der den Pegel dann herunterregelt.

Besonders Basstöne lassen sich mit dem Limiter gut regeln, um ein übermäßiges dröhnen zu vermeiden. Auch lassen sich Speaker vor dem sicheren Tod bewahren, vor allem, wenn ungeübte Personen das Mischpult bedienen. Ein Limiter gehört daher in jedes Studio oder auf jede Bühne.

Als Beispiel heirfür das Boss-Pedal ‘Bass Limiter/Enhancer LMB-3′. Meist werden Limiter aber in Racks installiert.

Häufige Einstellmöglichkeiten sind: Volume, Threshold, Ratio, Hold und Release

Limiter aus/an

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Noisegate

Ein dynamisches Effektgerät, dass Signalpegel nur nach erreichen einer eingestellten Stärke durchlässt. Wie bei Kompressor und Limiter wird auch hier eine Hüllkurve angelegt. Der Hauptzweck ist, Rauschen zu unterdrücken. Besonders beim Betrieb von High-Gain-Amps und beim Einsatz mancher älterer Effektgeräte ist das Noisegate sehr hilfreich. Auch werden Klickgeräusche beim Umschalten wie etwa beim Switch auf der Gitarre unterdrückt. Auch Rückkopplungen können dank des Noisegate bei richtiger Anwendung viel effektiver vermieden werden.

Bekannte Pedale sind das Boss NS-2oder das MXR ‘Smart Gate M-135′

Gängige Einstellmöglichkeiten sind: Threshold (ab welchem Pegel das Noise Gate einsetzt) und Decay oder Hold (bestimmt die Zeit für das schließen des Gate)

Noise Gate aus/an

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Distortion

Gehört zur Gruppe der Verzerrer. Bei diesem Effektgerät werden dem ursprünglichen Signal durch nichtlineare Verzerrung Frequenzen hinzugefügt. Der ins Distortion-Effektgerät eingebaute Verstärker arbeitet gleichzeitig als Mischer. Bei der elektronischen Verzerrung werden gewollt unnatürliche Frequenzen erzeugt , was besonders bei Akkordklängen deutlich hörbar ist. Hier können Differenz- oder Summentöne auftreten, die als Tonhöhe die Differenz oder Summe gleichzeitig gespielter Töne haben.

Vom Klang her ist das Distortion-Effektgerät ähnlich einer überdrehten Verstärker-Vorstufe. Besonders Rock- und Metalgitarristen bauen auf diesen Effekt. Distorter greifen aber wesentlich härter und schneller ein als zum Beispiel Overdrive-Pedale. Während im clean-sound-bereich ein Overdrive beim leisen Anspielen der Saiten noch fast clean klingt, legt der Verzerrer gleich los und verzerrt schon bei niedrigem Input und Level-Einstellung.

Man erhält im Regelfall bessere Sound-Ergebnisse, wenn man den Verzerrer am Clean- oder Low-Gain-Kanal einsteckt. Zum einen wird der Sound sonst oft zu “matschig”, zum anderen lassen sich Crunch-Sounds oder Boost-Effekte so schlecht realisieren, da die Verzerrer allgemein, wie bereits erwähnt, schon bei niedrigster Gain-Einstellung gerne stark loszerren. Notfalls den Volume-Poti an der Gitarre etwas zurückdrehen. Notfalls. Bekannte Pedale sind beispielsweise das “Electro Harmonix Big Muff”, die Boss-Pedale DS-1, MT-2, Ibanez SM9 oder DS7, MXR Distortion+ und viele andere.

Gängige Regler sind Drive (Gain), Tone und Level.

 

Fuzz

Fuzz ist ein Verzerrer mit sehr vielen Obertönen. In der Regel werden zwei Verstärkerstufen (meist Transistoren in Emitterschaltung) hintereinander geschaltet, wobei die erste Stufe die zweite übersteuert. Auch findet dadurch eine Kompression des eingehenden Audiosignals statt, wodurch ein satter kratzender Sound entsteht.

Besonders beliebt war das Fuzz in den 60er- und 70er-Jahren, es erlebt aber derzeit aufgrund seines markanten Sounds eine Renaissance. Jimi Hendrix, die Stones (“Satisfaction”), David Gilmour (“Echoes”) und viele andere benutzten das Fuzz. Ein sehr bekanntes Pedal ist das “Arbiter Fuzz Face”, das zur Zeit neu aufgelegt wird (u.a. mit Germanium-Transistoren).

Gängige Regler: Volume, Tone, Fuzz

Fuzz

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Overdrive

Gehört zur Gruppe der Verzerrer. Das Signal wird durch absichtliche Übersteuerung übersättigt, so dass es nicht mehr originalgetreu, sondern in sog. “geclippter” Form wiedergegeben wird. Verstärker kriegen auch ohne Overdrive-Pedal einen übersteuerten Sound zustande, aber das Resultat klingt mit dem Effektgerät meist besser. Im Prinzip simuliert der Overdrive-Effekt einen übersteuerten Röhrensound.

Bei und in Kombination mit Röhrenverstärkern wird dieser übersteuerte Sound weicher begrenzt und klingt trotzdem wärmer als bei Transistorverstärkern. Besonders gut ist der Overdrive-Effekt bei Lead-Sounds einsetzbar. Bei richtigen Einstellungen kann (besonders bei Humbuckern in dickem Korpus) ein leicht singender Sound entstehen.

Gängige Regler: Level, Tone, Drive

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Booster

Gehört zur Kategorie der Dynamikeffekte. Der Pegel des Eingangssignals wird erhöht und leicht angezerrt, im Prinzip gleich einem Overdrive. Booster werden meist benutzt, um eine Röhrenvorstufe zusätzlich anzuzerren oder allgemein die Lautstärke anzuheben. Man kann auch einen Booster vor einen Verzerrer-Effekt schalten, um dessen Wirkung zu steigern. Berühmtestes Beispiel ist der “Ibanez Tube Screamer”, der seit vielen Jahren vor allem Rock-und Metalgitarristen im Lead und Rhythmusbereich gute Dienste leistet.

Gängige Regler: Level, Tone, Drive

Booster

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Equalizer

Der Equalizer ist ein Filtereffekt. Er besteht aus mehreren Filtern, mit denen das Klangspektrum durch individuelle Einstellung geregelt werden kann. Beim grafischen Equalizer den verschiedenen Frequenzbändern einzelne Regler zugeordnet. Ein bekanntes Beispiel hierfür ist der Boss GE-7. Daneben gibt es noch parametrische Equalizer. Diese arbeiten nicht mit festen Frequenzen wie die Grafischen. Der Anwender kann die anzuhebenden und zu senkenden Frequenzen und deren Wirkungsbreite frei bestimmen. Daraus lassen sich wirklich interessante Klänge entlocken. Auf dem Markt gibt es auch viele Pedale, nicht nur Rack-Versionen von Parametrischen EQs.

WahWah

Das WahWah ist ein Filtereffekt. Im Regelfall verfügt es über einen Bandpassfilter (lässt Signalanteile zwischen zwei Grenzfrequenzen durch). Beim WahWah wird dieser Bandpass zusätzlich mittig stark angehoben. Das Pedal steuert die Parameter des Filters, so dass sich der Frequenzbereich verschiebt.

Besonders in den 60er- und 70er-Jahren war das WahWah extrem populär, ist aber aufgrund seines interessanten Klangs heute noch sehr beliebt. Besonders gut passt es zu Funk-Sounds (und deren ‘Ghost-Notes’) oder zu verzerrten Lead-Sounds, so wie Dimebag Darrell von Pantera es zelebrierte. Die bekanntesten Pedale in diesem Bereich sind das Morley Bad Horsie, das ‘Vox Clyde McCoy 848′, das seinerzeit Jimi Hendrix verwendete, sowie das Jim Dunlop ‘Cry Baby’, das zum Beispiel Slash benutzt.

WahWah

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Auto-Wah

Ein Filtereffekt. Im Gegensatz zum WahWah werden bei diesem Effektgerät die Parameter des Filters nicht durch ein Pedal beeinflusst, sondern durch den Pegel des Eingangssignals (je stärker der Anschlag, umso intensiver der Wah-Effekt), der eine Hüllkurve durchläuft. Aus dieser wird eine Steuerspannung abgeleitet, die dann die Parameter des Filters regelt, der wie auch beim Pedal Wah die unerwünschten Frequenzen abschneidet (cutoff). Alternativ kann statt der Hüllkurve auch ein LFO (Low Frequency Oscillator) verwendet werden, wie beispielsweise beim Boss AW-2. Bekannte Pedale sind außerdem das Boss TW-1 und Aw-3, die Ibanez AW-Serie, Mad Professor Snow White, und viele mehr.

Gängige Regler: Sensitivity oder Sens (ab welchem Pegel der Wah-Effekt wirkt), Rate, Depth, Manual (mittlere Frequenz), … gerade Auto-Wahs unterscheiden sich stark in der Auswahl ihrer Regelmöglichkeiten. Da gibt es die verschiedensten Ansätze.

Auto-Wah

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Pitch Shifter

Ein Modulationseffekt. Dem Eingangssignal wird ein zweites Signal zugemischt, das einen festen Intervall (meist wird eine Quarte/Quinte/Oktave eingestellt) zum Originalsignal hat. Die Lautstärke der addierten Töne ist dabei regelbar, oft auch der Pegel des Originalsignals. Der Sound klingt damit schräg und spannend. Bekannte Pedale sind die PS-Serie von Boss.

Gängige Regler: Pitch (Intervall), Dry Level (Lautstärke des Eingangssignals), Effect Level (Lautstärke addiertes Signal), Mode, Balance

Pitch Shifter

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Harmonizer

(oder Harmonist) Ebenfalls ein Modulationseffekt. Im Unterschied zum Pitch Shifter, der nur fest eingestellte Intervalle abspielt, werden beim Harmonizer je nach Eingangssignal verschiedene harmonische Intervalle wiedergegeben. Die richtigen Harmonien zu der ganzen Tonleiter (die Tonart muss man vorher einstellen) lassen sich so erzeugen und werden gleichzeitig mit dem Originalsignal ausgegeben. Das gedoppelte Signal bleibt also in der vorgegebenen Tonart. Der Harmonizer ist so gesehen ein intelligenter Pitch Shifter. Die meisten Effektgeräte können dem Originalsignal sogar zwei Stimmen zufügen.

Bekannte Beispiele sind die Boss HR-2 (auch die neueren Boss-Pitchshifter beinhalten Harmonist-Optionen) oder die Eventide Harmonizer. In vielen Multi-Effektgeräten sind auch Harmonists enthalten.

Gängige Regler: Pitch oder Shift (Intervall), Effect Level (Lautstärke addiertes Signal), Tonart (mit Dur/Moll), Mode, Wet/Dry, Pre-Delay (Zeit bis zum Einsetzen des Effekts).

Harmonist

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Tremolo

Ein dynamischer Effekt und der Klassiker unter den Effektgeräten. Der Pegel wird periodischen Schwankungen unterworfen, so dass das Ausgangssignal abwechselnd lauter und leiser wird. In vielen Vintage-Amps wie beispielweise dem SILVERTONE 1432 wurde das Tremolo damals serienmäßig eingebaut. Dieser alte Klang wird noch heute von vielen Effektgerätebauern zum Vorbild genommen.

Gängige Regler: Depth, Speed, evtl. Wave (Wellenform)

Tremolo

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Slicer

Ein dynamischer Effekt. Das Eingangssignal wird zerhackt und in Sprüngen oder “Scheibchen” (Slices) wiedergegeben. Die Tonhöhe bleibt gleich. Es klingt, als würde man sich bei Lärm die Ohren zuhalten, öffnen, zuhalten, öffnen…

Slicer

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Slow Gear

Das Slow Gear ist ein dynamischer Effekt. Sobald ein Eingangssignal anliegt, wird der Pegel langsam, je nach Einstellung, von unhörbar bis zur vollen Lautstärke angehoben (es wird ihm also ein Attack-Timer zugefügt). Das gibt dem Ton einen anschwellenden Effekt.

Bekanntestes Effektgerät ist das Boss SG-1, von dem aber einige Klone existieren.

Gängige Regler: Attack, Sense

Slow Gear

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Vibrato

Das Vibrato ist ein Modulationsefekt, der eine periodische Schwankung der Tonhöhe (nicht des Pegels wie beim Tremolo) erzeugt. Ein angenehmer Klang wird dadurch geschaffen, der am besten bei clean-sounds zum Tragen kommt. Der Sound gewinnt an Volumen. Ein leicht eingestellter Vibrato klingt vor allem zu Arpeggios gut.

Gängige Regler: Depth, Rate

Vibrato

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Whammy

Ein Modulationseffekt, der den Einsatz eines Tremolohebels an der Gitarre durch Pedalsteuerung simulieren soll. Beim Treten des Pedals werden gespielte Töne angehoben oder, je nach Einstellung, abgesenkt. Das bekannteste Pedal ist das Digitech Whammy.

Gängige Regler: Shift up/down, Intervall

Dass dieser Effekt auch mit dem Bass gut klingen kann, belegt nächstes Beispiel:

Whammy

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Octaver

Ein Modulationseffekt. Dem Eingangssignal werden eine oder mehrere Oktaven hinzugefügt. Monophon fühlt sich dieser Effekt am wohlsten, Polyphon klappt das nicht so richtig mit dem Sound.

Bekannte Pedale sind zu Beispiel die Boss OC-Serie oder das ‘Electro Harmonix Octave’.

Gängige Regler: Direct (Stärke Originalsignal), Octave 1 (Stärke Octave 1) und Octave 2.

Octaver

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Chorus

Der Chorus ist ein zeitverzögernder Effekt, aber auch ein Modulationseffekt, da das (etwa um 15 Millisekunden) zeitverzögerte gedoppelte Signal durch (mindestens) einen LFO (Low Frequency Oscillator) moduliert wird. Dabei wird das gedoppelte Signal vom LFO beschleunigt und wieder abgebremst, so dass leichte, aber deutlich hörbare Schwingungen entstehen. Das gedoppelte Signal wird dann dem Original wieder zugemischt, so dass der akustische Eindruck entsteht, zwei Gitarren würden das Gleiche spielen (daher der Name Chorus). Clean-Sounds erhalten (deutlich) mehr Fülle und verzerrte Sounds klingen oft satter.

Neben dem Standard-Chorus gibt es noch den Stereo-Chorus. Dieses Effektgerät verfügt über zwei Ausgänge. Jeder Ausgang hat dabei zwar die selbe Mischung aus originalem und moduliertem Sound, jedoch wird an einem der Ausgänge das modulierte Signal phasenverkehrt ausgegeben. Ein wunderschöner Soundteppich entsteht.

Ein berühmtes Pedal ist das Electro Harmonix Small Clone.

Gängige Regler: Depth, Rate

 

Flanger

Wieder ein zeitverzögerndes Effektgerät, aber mit modulierender Wirkung. Das Eingangssignal wird in zwei Wege aufgeteilt, wobei ein Signal minimal (periodisch wechselnd im Bereich von 1-20 Millisekunden) verzögert wird. Zusammen mit dem anderen, unveränderten Signal ergeben sich Interferenzen (sog. Kammfilteer-Effekte). Im Spektrum ergeben sich so Spitzen und Tiefpunkte, die abwechselnd ausgegeben werden. Der Effekt lässt sich klanglich mit einem wiederholenden Doppler-Effekt vergleichen (z.B. wenn ein Martinshorn auf euch zukommt und sich wieder entfernt) oder einem “Düsen- oder Turbinensound”.

Bekannte Effektgeräte sind die Boss FL-2 und BF-3 oder der ‘Ibanez Airplane Flanger’ oder die ‘MXR Flanger’ und viele andere… Der Markt ist voll von guten Flangern. Hier in der Demo mein alter Korg-Flanger FLG-1.

Gängige Regler: Intensity oder Depth, Speed (Rate), Manual (mittlere Frequenz), Feedback (Anteil des wider an den Eingang zurückgeleiteten Effekts, kann ziemlich extrem wirken, siehe Demo).

Phaser

Ein modulierendes Effektgerät. Ähnlich dem Flanger wird das Signal in zwei Pfade aufgeteilt, eine zeitliche Verzögerung findet aber nicht statt. Beim Phaser bleibt ein Pfad unverändert. Im anderen Pfad wird das Signal mit einem Allpass-Filter überlagert, der die Amplitude des ursprünglichen Signals erhält und die Phase verändert. Dann werden die Signale wieder zusammengemischt. Hierbei heben sich die Wellen auf, die um 180° verschoben sind. Aber nicht sprunghaft. Je mehr ein Wellental- und Wellenberg sich annähern, umso leiser wird der jeweilige Frequenzteil. Ein Kammfiltereffekt entsteht. Ein LFO erzeugt und regelt den Effekt.

Häufige Einstellmöglichkeiten: Level, Stage (4, 8, 12; je mehr Stufen, umso stärker der Phaser-Effekt), Speed (Rate), Depth (Intensität), Manual (mittlere Frequenz), Feedback (Anteil des wieder an den Eingang zurückgeleiteten Effekts).

Delay

Das Delay ist ein zeitverzögernder Effekt. Es gibt digitale und analoge Effektgeräte für das Delay.
Digitale Delay-Effektgeräte funktionieren durch das Sampeln des Eingangssignals durch einen analog-zu-digital-Wandler, bei dem das Signal eine Reihe von Digitalsignalprozessoren durchläuft. Danach wird das digitalisierte Signal in einem Pufferspeicher abgelegt und je nach den Einstellungen des Benutzers wiedergegeben.

Analoge Delays werden heute weniger verwendet. Sie basierten meist auf Tonbandaufnahmen, etwa beim ‘Echoplex EP-2′ , was lange Delayzeiten ermöglichte aber denkbare Schwächen hat. Eine Alternative stellte das ‘bucket brigade delay’ dar, dessen Prinzip auf der Speicherung von Signalen in Kondensatoren beruhte. Solche Gerät waren beispielsweise das Boss DM-2 oder das Roland Space Echo. Analoge Delays sind nicht so flexibel wie Digitale, werden aber wegen ihres wärmeren und natürlicheren Klangs gesucht. Deshalb gibt es sie heute wieder im Handel, wie etwa das Electro Harmonix ‘Memory Boy’ oder das ‘MXR CARBON COPY’.

Die häufigsten Einstellmöglichkeiten sind Wet/Dry, Time (Verzögerungszeit), Level und Feedback (Intensität des Delay).

Reverb (Hall)

Ein zeitverzögerndes Effektgerät und der wohl am weitesten verbreitete und geschichtsträchtigste Effekt. Dem Sound wird ein nachklingender Hall zugefügt. Früher wurden ganze Hallräume in Studios eingerichtet oder sogar Tonnen mikrofoniert. Das modernere Vorbild für diesen Effekt lieferte wohl der berühmte Fender Twin Reverb Amp, der über ein sog. ‘Spring Reverb’, also einen durch eingebaute Federn erzeugten Hall verfügt. In heutigen Effektgeräten wird Nachhall digital erzeugt, was der Natürlichkeit des Klangs aber keinen Abbruch tut. Bekannte Pedale sind das Electro Harmonics “Holy Grail” oder die Boss RV-Serie.

gängige Parameter: Density (Dichte), Room Size (simulierte Raumgröße), Time (Nachhallzeit), Pre-Delay (zeit bis Einsetzen des Effekts), Low/Highcut, Effect Level

Reverb

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Ringmodulator

wie der Name schon sagt- ein Modulationseffekt. Der Effekt beruht auf der Modulation der Amplitude oder dem Mischen von Frequenzen. 2 Signale werden multiplizert, wovon ein Signal per LFO (meist Sinus- oder Rechtecks-Wellenform) gesteuert ist.

Vollkommen abgefahrene Sounds sind so möglich. Ein Effektgerät ist beispielsweise der ‘Lovetone Ring Stinger Ring Modulator’.

Anbei ein Soundbeispiel mit niedriger und hoher Modulation, aufgenommen mit Guitar Rig.

Ringmodulator

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Looper

Ein Looper oder eine Loopstation ist im Grunde genommen kein Signal veränderndes Effektgerät. Er bietet die Möglichkeit, eingespielte Sequenzen auf Pedaldruck wiederzugeben. Das Eingangssignal wird in einem Speicher abgelegt und auf Kommando wiedergegeben. Gespeicherte Sequenzen können dabei zeitgleich mit dem Einspielen neuer Sequenzen abgespielt (overdubbing) oder einfach wieder gelöscht werden. Zusätzlich verfügen die meisten Looper über eine gewisse Auswahl an Drums, um einen guten Takt vorgeben zu können und den Spielspaß noch zu steigern. Auch eignen sich Looper gut dazu, Ideen für längere Zeit zu speichern. Sie sind ein nützliches Werkzeug, dass sehr viel Freude bereitet.

Bekannte Looper sind Beispielsweise die RC-Serie von Boss oder der ‘Jam Man’ von Digitech.

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